Pressemitteilung:

  • 21. März 2013

„Das Ruhrgebiet als Hotspot der Talente!“


Bei der gestrigen Veranstaltung der AG Migration und Vielfalt der SPD Essen zum o.g. Thema wurden diese Defizite allesamt aus unterschiedlichen Perspektiven erörtert
Deutlich wurde, dass die vorhandenen Potenziale von Kindern und Jugendlichen mit Migrationshintergrund viel zu selten ausgeschöpft werden. So sind „begabte und hochbegabte Migranten in Deutschland eine unerkannte Gruppe, der Anteil von Schülern und Studenten in Hochbegabtenförderprogrammen zu gering, was gleichzeitig die Kultur der Bescheidenheit bei der Migrantenbevölkerung in Bildungsfragen manifestiert“, so der wissenschaftliche Direktor und Leiter des Zentrums für Türkeistudien und Integrationsforschung, Herr Prof. Dr. Uslucan, den wir als Referenten begrüßen durften.

Die negativen Folgen der Verkennung von Begabungen schaden sowohl dem Individuum als auch der Gesamtgesellschaft. Vor dem Hintergrund des demografischen Wandels in den nächsten Jahren und Jahrzehnten müssen die verschiedenen Ressourcen erkannt und gefördert werden. Dazu bedarf es einer „anderen Organisation von Schule, weg vom Frontalunterricht, hin zu mehr individueller Förderung – im besten Fall mit nur einer Schulform für alle Schülerinnen und Schüler“, plädierte Arno Klare, Bundestagskandidat der SPD für den Wahlkreis 118. Auch Herr Dr. Schweitzer, Leiter der RAA/Büro für interkulturelle Arbeit der Stadt Essen, betrachtet das mehrgliedrige Schulsystem als überholt an. Zudem sei Deutschland im Lehrerkorpus „kein Einwanderungsland“, was er in Zahlen bestätigte. 50% der Grundschüler in Essen hätten einen Migrationshintergrund, jedoch nur 2% der Lehrer.

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